Unterwegs // on the road

Going down is optional, getting up is mandatory. Grand Canyon.

Hallo, Freunde der Superlativen!

Die Niagara Fälle habe ich  mir angesehen obwohl ich kein Freund von Wasserfällen bin und dann bin ich auch noch zum Grand Canyon gereist obwohl mich Canyons jetzt auch nicht soo sehr reizen. Dazu kommt, dass der Canyon wirklich weit weg von allem anderen ist was wir auf diesem Trip erleben wollten und da eine Weiterreise nach Utah nicht im Programm vorgesehen war war es irgendwo doch ein ganz schöner Umweg.

Wie alle großen Nationalparks ist dieser einfach sehr voll mit Touristen, besonders auch Honeymooner die eine tolle RV-Rundfahrt durch Nordamerikas touristische Highlights geplant haben.

Der Park kostet 25 Dollar Eintritt für 7 Tage, pro Vehikel wohlbemerkt. Für die großen Parks kann man Campingplätze im Voraus buchen, die waren jedoch alle ausgebucht und rückblickend war das sogar unser Glück. Einmal angekommen holten wir uns die üblichen Informationen ab und liessen uns beraten zwecks Unterkunft (wir waren übrigens am South Rim, es wären auch nur 350 KM zum North Rim gewesen aber das haben wir dann nicht noch gemacht). Es gab einen sogenannten Drop-In Campingplatz und wenn man nur Zelte hat genügen diese vollkommen! Dieser kostet 12 Dollar die Nacht und basiert auf dem First come, first serve Prinzip also empfehle ich rechtzeitig dort zu sein. Sollte man dort aber keinen Platz bekommen, so ist es in Arizona erlaubt überall anders sein Zelt aufzuschlagen wo dies nicht ausdrücklich verboten ist. An wilden Tieren gibt es zwar Klapperschlangen und Berglöwen aber ehrlich gesagt gibt es hier so viele Menschen (gerade in den Touristen Villages) dass man schon ziemlich Glück haben müsste diesen zu begegnen.

Nachdem wir also unsere Zelte positioniert hatten und uns über das Fehlen von Duschen wieder einmal ärgerten ging es los um den Sonnenuntergang anzugucken.

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Wer schlau ist nimmt sich nicht nur Bier, sondern auch Campingstühle mit und sitzt mindestens 1.5 Stunden lang am Rim und schaut einfach nur.

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Was es mit diesem kleinen Gimmick auf sich hat berichte ich im nächsten Blogeintrag.Grand Canyon (68)

Am nächsten Tag brachen wir zeitig auf, denn wir hatten einen heissen Tipp bekommen für eine Wanderstrecke in den Canyon die nicht so überlaufen sein soll – fanden wir großartig! Schnell Müsliriegel eingepackt und etwas vom frischen Quellwasser (was es hier gratis gibt!).

Grand Canyon (76)Hier sieht man uns hochmotiviert, ausgestattet mit Lagen an Sonnenschutz, Funktionsunterwäsche und Mützen gegen die Sonne.

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Unser „heisser Tipp“ sagte uns, der Trail fängt gemütlich an, wird dann gemein und dann richtig fies und dann will man nicht mehr weiter gehen. Hier ein Blick der ersten 200 Höhenmeter.Grand Canyon (101)

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Unterwegs hatten wir genug Gelegenheit den Canyon wirklich von allen Seiten aus zu bewundern. Inklusive Tierwelt!

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Grand Canyon (86)Zeit für genügend Selfies blieb uns natürlich auch.

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Grand Canyon (37)Man kann den Canyon übrigens nicht innerhalb eines Tages runter und wieder hoch wandern. Ausserdem benötigt man ein Permit um am Colorado River übernachten zu dürfen, der Trail den wir liefen endet in einem dieser sehr spartanisch eingerichteten Übernachtungsmöglichkeiten am Fuss des Canyons. Wir trafen einige Wanderer die uns erzählten, dass man sich bis zu 10 Monate im Voraus bewerben muss da nicht zu viele Permits verfügbar sind.

Auch möchte ich hier an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es kein Spaziergang ist. 2012 ist eine Wanderin verstorben, obwohl sie gut trainiert war. Es ist sehr heiß, man bewältigt sehr viele Höhenmeter und muss seine Kräfte gut einteilen und ausserdem aufpassen, dass man nicht zu wenig trinkt und gleichzeitig darf man nicht zu viel trinken bzw. muss mit salzigen Snacks kompensieren.

Darum war es für uns an der Zeit umzudrehen als der Trail a) so schmal wurde, dass uns etwas mulmig wurde. Nienke ist abgerutscht und ich habe mich auf sie geworfen im Schreck und um sie zu halten. Wir haben sicher 1 Minute auf dem Boden gelegen und nicht gesprochen so haben wir uns erschrocken. Und b) wir haben die Hälfte unseres Wassers getrunken und mussten wieder nach oben klettern.

Alles in einem eine tolle Erfahrung von 6 Stunden die schon ein kleines Abenteuer für sich war.

Schön war, dass wir am nächsten Tag auf eine riesige Infotafel gestoßen sind mit allerlei Hinweisen zu Trails am Canyon – wie wir die übersehen konnten …

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Immerhin hatte das Rätselraten „Wie viele Höhenmeter waren das denn nun?“ ein Ende.

Als nächstes stand der Desert Watchtower auf dem Programm, dieses Bauwerk wurde in den 30er Jahren von einer Frau entworfen und geplant. Ja, das war damals schon etwas besonderes. Mich hat der Turm sehr beeindruckt und wer Lust hat findet hierzu auch einen Wikipedia Artikel mit mehr Infos.

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Ich finde die Kunst der Native Americans sehr beeindruckend, sowohl die Haida Kultur der First Nations hier in Kanada als auch zum Beispiel die Pueblo Töpfereien wie sie hier zu sehen sind.

Obwohl hundemüde, quälten wir uns am nächsten Tag um 4 Uhr aus dem Zelt um den Sonnenaufgang zu sehen. Es hat sich gelohnt, auch wenn wir die Zeit etwas verschätzt hatten und im Pre-Coffee Mode ein Stück weit den Canyon runtergestolpert sind.

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Grand Canyon (26)Ich hoffe es hat einen ganz guten Eindruck vermitteln können – nun setze ich mich mal an den versprochenen Artikel und berichte von dem tollen, geheimnisvollem Gimmick von dem ihr eben schon das Bild sehen konntent🙂

 

 

 

 

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