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Please mind the gap. 70 days to go.

Ich habe schon mal einen Blogpost so begonnen, heute geht es aber gar nicht um London und das Underground System, heute geht es um etwas anderes und zwar um das Thema Gap Year, auch genannt Sabbatical oder Sabbatjahr oooder ganz klassisch: Auszeit.

Was kommt da in so feinem Kosmopoliten-Sprech daher und was will ich eigentlich sagen? Ein Gap Year bezeichnet eine geplante Auszeit zu einem bestimmten Zeitpunkt des Lebens. Es kann in verschiedenen Ländern unterschiedlich ausgeprägt stattfinden.

In Indien ist ein sogenanntes Drop Year meist die Zeit nach der Hochschulreife in der junge, meist wohlhabende Inder in die Welt ziehen um diese zu entdecken. Europa ist da häufig ein stark favorisiertes Ziel.

In Israel gibt es ja den verpflichtenden Militärdienst, viele junge Israelis nutzen die Zeit danach um die Zeit bis zum Studium oder der Weiterbildung zu überbrücken. In Sydney habe ich sehr viele reisewütige Israelis kennen gelernt und war mir vorher gar nicht so darüber bewusst, dass es sich dabei um ein mindestens so reisewütiges Volk wie Schweden oder Norweger handelt.

In Korea hat das Gap Year eine lange Tradition. Junge Koreaner schreiben sich in erster Linie für Freiwilligenprojekte auf der ganzen Welt ein, der Fokus der Selbstfindung und auch der humanitären Hilfe steht im Vordergrund. Dieses soziale Engagement wird häufig auch im späteren Leben sehr hoch angesehen.

Tja und in Deutschland haben wir mit dem Sabbatjahr für Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes eine außerordentliche Möglichkeit sich eine geplante Auszeit für mehrere Monate bis hin zu einem Jahr zu nehmen und danach wieder in den Job einzusteigen.

Was Menschen zu einer Auszeit motiviert ist ebenso vielfältig wie die Ausgestaltung. Ob Ashram auf Bali, Taucher-Ausbildung in Nicaragua, Lavendelernte in der Provence, Volunteering in Ghana, Backpacking in Süd-Amerika oder Work & Travel in Australien.
Und wofür habe ich mich entschieden?

Ich habe in der Vergangenheit im Ausland gelebt, war in Namibia in der Schule, habe in Holland studiert, ich hatte mein Work & Travel in Australien und habe allerlei Länder bereist, mit dem Auto, per Bus, zu Fuss – mit Koffer, Rucksack, Kreditkarte und Cash. Dann habe ich „meine Pflicht“ getan. Ich habe viel gearbeitet und mir einen feinen Lebenslauf aufgebaut der es mir erlaubt, mit nun 31 Jahren, zu sagen „ich mach dann mal!“ und starte in jetzt schon 70 Tagen in meine Auszeit.

Zuerst wird es für mich nach Kanada gehen wo ich eine Arbeit für die Sommermonate auf einer Lodge bekommen habe. Ich habe mal gesagt „I do it for the money & the view!“ Und so ist es auch, denn meine Reise wird danach nicht enden, vielmehr habe ich die Möglichkeit das dort erarbeitete Geld in weitere Reisen zu stecken. Natürlich möchte ich noch mehr von Kanada sehen aber auch Mittelamerika bis runter nach Panama und via Sailing Boat über die Darien Gap nach Kolumbien wo ich dann… ja. Ich schweife ab. Denn auch darum geht es beim Gap Year, in alle Richtungen denken, geistige Flexibilität nennt sich das auch so fein.

Ich habe lange gesucht um im Netz die richtigen Anlaufstellen zu finden die auf meine Situation passen, das ist leider nicht so einfach denn einen akkuraten Standardfall biete ich leider nicht an. Umso schöner und konventionsloser lässt sich loslassen aber genauso neues schaffen, denn keinesfalls renne ich weg – ich renne nur weiter😉

Alles Liebe und bis bald
Mojo

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