Echtes Leben // real life

Mind the gap! London in a rush

Soo – nachdem ich von meinen diversen Urlaubseskapaden wieder in Eschborn gelandet bin habe ich nun endlich mal die Zeit die vergangenen 2 Wochen hier festzuhalten.

Es begann alles an einem Montag, gut organisiert wie ich nun einmal bin war ich bis zur letzten Minute beschäftigt und da ich mir ein Taxi zum Flughafen gegönnt habe hatte ich auch noch genügend Zeit um am Flughafen rumzuhängen was ich ja prinzipiell gerne mache.

Day 1
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Diese Geschichte mit der Oyster Card hat erstaunlich gut funktioniert, ebenso hat mich den gesamten Aufenthalt über erstaunt wie leicht das Tube System zu verstehen und enstprechend zu nutzen ist. Mein Hostel lag direkt neben der Station Edgware Road – eine krasse Station ziemlich weit unter der Erde.

Nach der Ankunft im Hostel (Check-In an der Bar!!) habe ich mich gleich in die Höhle des Löwen aka Primark / Oxford Street gestürzt und mich auf dem Weg dorthin wie ein echter Londoner über jedes Lichtzeichen irgendwelcher Ampel hinwegsetzt. Primark war nicht so der Hit, kann jedoch nun verstehen worum sich der Hype überhaupt dreht und warum der in London einfach cooler ist als der in Frankfurt – das stimmt definitv! Sautoller Laden und Montag am frühen Abend auch gar nicht so sehr voll.

Zurück im Hostel habe ich mich eigentlich nur an der Bar ausruhen wollen und dort gleich erste Bekanntschaft mit Chris und seiner Entourage geschlossen – als gegen 12 die normale Bar schloß, sind wir ganze 50 Meter weiter in den nächsten Pub gelaufen um dort festzustellen, dass dort ebenfalls ein Hostel ist. Ich glaube manche Witze fangen in der Tat so an: Kommste in eine Bar, triffst einen Schweizer, einen Neuseeländer, einen Inder und einen Engländer! War ein sehr witziger Abend und der Neuseeländer sah irgendwie aus wie Austin Powers wenn er gelacht hat.

Weil das englische Bitter einfach unerträglich ist bin ich weiterhin bei ausländischem Bier geblieben.

Die erste Nacht im Hostel war ein bisschen anstrengend – zum einen haben alle schon geschlafen als ich kam und in das höchste Bett krabbeln musste, es war dunkel, es war laut (von der Straße) und ich habe meine Zahnbürste nicht gefunden.

Day 2
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Yeah! Dachte ich mich mir als ich noch in der genau gleichen Haltung aufgewacht bin in der ich eingeschlafen bin was eindeutig meine Sorge aus dem Bett zu fallen belegt! Das Frühstück, welches im Pub „serviert“ wurde, war ehrlich gesagt nicht mein Fall. Ich hatte dann Tee. Das ist ja fast ein Frühstück, ist also ok. Auf dem Weg nach unten bin ich wieder über die gleiche Crack-Nutte, pardon Putzfrau, gestolpert wie am Vortag. Ich hatte so ein bisschen den Verdacht, dass sie einfach mit dem Staubsauger in einer Ecke eingeschlafen ist …

Hatte jedoch keine Zeit mir darüber Gedanken zu machen, denn ich musste ja Soho erkunden! Oh wie wunderbar, zuerst hatte ich ein leckeres Frühstück in einer Bar in der es hinten ein Porno Kino gab. Interessant und auch eigentlich ziemlich clever weil man ja von aussen auch nur das Café sieht. Anschließend habe ich mir dann den Lomo Galery Store angesehen und mir dort mein Geburstagsgeschenk gekauft🙂 An meinem Geburstag habe ich sie dann sogleich zum Einsatz gebracht und bin schon sehr auf meine Colorsplash Ergebnisse gespannt!

Nach einem ziellosen herumlaufen und dem Besuch diverser Geschäfte habe ich dann auch den Huchmacher entdeckt und mich leider gegen einen Pork Pie, dafür für einen Trilby entschieden. In erster Linie weil es den Pork Pie nur in braun oder grau gab. Steht also nach wie vor auf meiner „Haben-wollen“ Liste wobei ich mir nicht so sicher bin ob ich 2 schwarze Hüte benötige, vermutlich nicht😉

Im Anschluß wollte ich den Doc Martens Store suchen, habe dreitausend andere Sachen zuerst gefunden und war dann vom Martens Store enttäuscht, das war irgendwie uncool dort. Habe dann aber ein anderes Geschäft entdeckt indem ich genau die gefunden habe die ich haben wollte🙂 Durfte mich dort auch eine halbe Stunde ausruhen weil der Typ erst in einen anderen Laden laufen musste für meine Größe – einen Heiratsantrag später war ich dann wieder auf der Straße und habe durch Zufall den Innenhof einer Kirche entdeckt der mitten in diesem bubbly Teil der Stadt (Covent Garden) eine reine Oase war.

Nach einem Abstecher zu Lush zwecks Geschenke-Kauf musste ich den Kram dann auch unbedingt mal absetzen und hab noch eine Stunde im Hostel gechillt bevor ich dann Steve, von Couchsurfing, wieder in Soho getroffen habe. Modern-Asian-Cuisine-Feast, ein irischer Film und einen nächtlichen Walk durch Chinatown (eigentlich ja Street!) Piccadilly Circus eingepackt, aber hey – ich war dort und neulich noch hat mir jemand erzählt, es kommt nicht drauf an was Du nicht gesehen hast, es kommt darauf an mit wem Du gesprochen hast. Wicked. Aber auch irgendwie schon wahr!

Weitere Nacht im Hostel überlebt!

Day 3
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Sightseeing Day! Beim „Frühstück“ ein Plausch mit Pernilla aus Dänemark. Ein absolut naives, kleines Ding mit riesen Augen die am Vortag bereits 100 Pfund für Eintritte in diverese Attraktionen ausgegeben hatte. Wollte ne ganze Woche in dieser Zumutung hause – ich hab ihr gesagt, da würde ich lieber unter einem Baum pennen als ne Woche hier bleiben zu müssen. Sie sah dann auch ein bisschen traurig aus.

Irgendwie war ich den Tag strange drauf, wollte als erstes zur London Bridge und dann am Fluss lang zur Tower Bridge laufen, hab mich elendig verlaufen, bin im Kreis rumgerannt, müde, hungrig und extrem genervt. War dann erstmal was essen und habe diesen wunderbaren Laden gefunden wo es irgendwie italienische und marrokanische Spezialitäten gab. Tee hat umgehauen und wurde für zuhause gekauft, hab mich aber an der Kasse erschreckt, der Typ reagierte aber mit einem „look, it´s handmade!“. Nun, ich habe jetzt Pfefferminztee in handgenähten Seidenbeuteln, ökologisch angebaut und natürlich auch ebenso abbaubar.

Tate Modern zu finden war auch nicht so ganz einfach, aber erfolgreich. Dann langweilig. Hat mich nicht sehr angetörnt, dafür aber der Museumsshop wo ich so einiges hätte mitnehmen können, jede Menge Bücher über Street Art, Stencils, abgefahrene Kinderbücher und mehr. Ist aber beim herumlaufen nicht sehr empfehlenswert vorher kiloweise Bücher zu kaufen, habe dann einen Einkaufsbeutel und ein leichtes Buch erstanden🙂

Abends habe ich Chris getroffen der mir eine Bar zeigen wollte von der man ganz London überblicken kann, stunning! Die Cocktails jedoch sündhaft teuer, aber das war nicht mein Part😉 Anschließend dann zum essen zu einem Freund von ihm, original malayische Kost – war sehr gut, ich hatte ein unbeschreiblich gutes Lamm-Gericht und der Reis war einfach der Wahnsinn.

Day 4
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I felt exhausted. Alles fordert seinen Tribut. Zu viel unterwegs, zu viel gelaufen, zu wenig Schlaf, zu viele Eindrücke. Starte den Tag in Paddington mit Frühstück und der Erfahrung, dass Londoner so paranoid vor Terroranschlägen sind, dass es nirgendwo Schließfächer gibt und man für ganze 8 Pfund seine Sachen einschließen kann wenn man vorher dreitausend paranoide Fragen beantwortet. Nachdem ich mein Budget noch einmal durchgerechnet hatte, stellte ich fest „Da geht noch was!“ weshalb ich dann doch noch mal zur Oxford Street bin um mir die Schuhe zu kaufen die ich schon ein Jahr lang haben will. Im übrigen hatte ich sie noch kein einziges mal an seit ich wieder hier bin, aber es wird passieren❤

Relativ zeitig habe ich mich dann gen Heathrow aufgemacht, dieser Express Train ist super, kostet zwar 10 Pfund mehr als der reguläre, braucht aber nur 20 Minuten. Kurzzeitig bekam ich einen leichten Panikanfall weil ich mir nicht mehr sicher war ob ich aus UK einfach so viel mitnehmen kann wie ich will und habe dann nochmal meinen Koffer aufgerissen um überall die Preisschilder abzurupfen! Hrhr. War natürlich total unnötig, aber plötzlich war ich mir einfach nicht mehr sicher.

Zuhause angekommen fand ich den Frankfurter Flughafen schon irgendwie sehr ruhig und in Eschborn war es dann noch mal eine Nummer extremer – alles kam mir so leise vor aber in meinem Kopf noch so viel Chaos und Eindrücke, wie von der sprichwörtlichen gestochen bin ich rumgelaufen, habe gefroren und mich dann selbst irgendwann zum schlafen gezwungen.

Was für ein guter Start in einen neuen Lebensabschnitt – fehlende Fotos füge ich noch ein, Geburtstagsfotos folgen bald, big promise & mind the gap!

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